Trennung 1 – Kommunikation

Shownotes

In dieser Staffel widmen wir uns den Herausforderungen, Entscheidungen und emotionalen Prozessen rund um Trennung und Scheidung – besonders mit Blick auf Familien mit Kindern.

Folge 1: Kommunikation Eine Trennung verändert alles – aber sie beendet nicht die gemeinsame Verantwortung als Eltern. In dieser Folge geht es darum, wie Kommunikation auch dann gelingen kann, wenn die Beziehung zerbricht: Wie bleibt man im Gespräch, ohne alte Konflikte immer wieder neu zu entfachen? Wie schafft man es, im Sinne der Kinder zusammenzuarbeiten, obwohl Verletzungen und Emotionen im Raum stehen? Ein Blick auf Wege, wie Verbindung bestehen bleiben kann, auch wenn sich das Leben grundlegend neu ordnet.

Die Familienberatung der Caritas Bodensee-Oberschwaben findet ihr hier.

HörtEUCHStark wird unterstützt von der Deutschen Fernsehlotterie.

machteuchstark.com

Transkript anzeigen

00:00:02:

00:00:19: Hallo und willkommen zu hört euch stark.

00:00:21: Wir starten heute in die neue staffel Und haben jetzt zum ersten mal eine staffe, die ein thema behandelt und zwar Sprechen wir jetzt eine ganze staffel lang über das thematrennung und scheidung.

00:00:33: Da haben wir uns gedacht dass es ein wichtiges thema.

00:00:35: dem sollten wir genügend raum geben und werden Jetzt in den nächsten folgen da die unterschiedlichsten Bereiche beleuchten und versuchen uns den Thema aus verschiedenen Richtungen zu nähern.

00:00:45: Und heute steigen wir ein, die Überschrift, die wir uns für heute gegeben haben ist Kommunikation weil das ja bei so einer Trennung eines der wichtigsten Themen ist vielleicht und darüber möchte ich heute sprechen und zwar mit meiner Kollegin Susanne Magino hier sitzt.

00:00:59: erstmal Hallo Susanne!

00:01:00: Hallo Flo

00:01:01: du bist Kollegin von mir?

00:01:02: Das bedeutet du arbeitest beide Caritas in der Familien- und Erziehungsberatung oder so ähnlich Und du berätst da Familien, Menschen und Kinder Jugendliche zu den unterschiedlichen Themen einfach zu allem mit dem sie zu dir kommen.

00:01:17: Und dazu gehört aber auch eben das Thema Trennung und Scheidung?

00:01:20: Ja,

00:01:20: das ist ein ganz großer Bereich in meiner Arbeit dass Eltern kommen in den ganz unterschiedlichen Phasen der Trennungen

00:01:26: Also kommen auch ziemlich viele Paare in Trennung zu dir wahrscheinlich.

00:01:30: Und

00:01:30: Einzelpersonen?

00:01:31: Und Einzelaher natürlich, klar eher die Einzel-Personen vielleicht sogar.

00:01:34: Nee ich würde sagen das ist eine gute Mischung.

00:01:36: Weil

00:01:36: klar das leuchtet ein da treten dann Probleme auf und da hat man dann vielleicht auch zum ersten Mal das Bedürfnis nach externer Unterstützung.

00:01:44: Ja und ich muss sagen also es gibt immer mehr Paare die bevor sie sich denn tatsächlich räumlich trennen Beratungen aufsuchen weil Sie wollen's gut machen.

00:01:54: Also, denen ja immer von Paaren mit Kindern.

00:01:56: Ich hab nur mit Paaren zu tun, die selber Kinder haben und wenn sie sich trennen ... dann machen die sich wirklich schon Gedanken zum ganz früher Zeitpunkt über ihre Kinder.

00:02:06: Was ja erst mal super ist?

00:02:07: Ja ich find das auch, ich find es richtig gut!

00:02:11: Und auch wertvoll, wenn man das zu so einem Zeitpunkt schon macht wo man noch gut miteinander reden kann.

00:02:19: Das ist auch was in ... Einigen Folgen schon immer wieder zur Sprache kamen, dass die Leute zu spät kommen.

00:02:26: Die kommen erst dann wenn sie wirklich nicht mehr weiter wissen und dann ist das Kind oft schon in den Brunnen gefallen sprichwörtlich Und es ist dann schwerer da noch irgendwie konstruktiv damit umzugehen.

00:02:35: und wenn die leute früh zu dir kommen.

00:02:37: Ja, sei es jetzt eine Trennung oder zum anderen Thema kann man ja bestimmt noch vielmehr arbeiten miteinander weil die gemeinsame Basis vielleicht noch viel mehr da ist.

00:02:46: Wobei ich jetzt sagen würde im Bereich Trennungen trotzdem wichtig überhaupt irgendwann zu kommen, auch wenn es spät ist.

00:02:54: Weil manchmal kann ich vielleicht nicht mit dem anderen was lösen, aber ich kann bei mir etwas verändern.

00:03:00: Ich kriege einen anderen Blick drauf auf die Trennung und indem ich mit einem Anderen drüber rede ... Mit jemanden der kein eigenes Interesse hat!

00:03:07: Das hab' ich ja nicht!

00:03:09: Hörgst du jetzt das Interesse?

00:03:10: Nee, ich habe schon ein Interesse, dass es den Kindern möglichst gut geht, das ist schon mein Leitfaden.

00:03:15: Ja.

00:03:16: Die sind natürlich... am schutzlosesten und in der Situation ausgeliefert.

00:03:22: Und ich würde sagen, aber in meinen vielen Jahren, die schon über zwanzig Jahre bin ich in dem Bereich tätig ... Die meisten, die zu mir kommen, denken schon an ihre Kinder.

00:03:33: Mhm.

00:03:33: Und das ist eigentlich so ... Das kann Studier ja auch gut vorstellen.

00:03:37: Ich bleibe oft sehr lange in der Beziehung wegen den Kindern.

00:03:41: Und es ist schon so viel passiert.

00:03:43: Ähm... wo man eigentlich von außen sagt, ihr könnt nicht zusammenbleiben.

00:03:47: Das tut euch beide nicht gut und den Kindern nicht gut.

00:03:50: Aber der Schritt ist total schwer wegen den Kindern!

00:03:54: Ich kann das total gut nachvollziehen.

00:03:55: ich hätte eine Riesenangst um meine Kinder was mit denen passiert wenn meine Frau und ich uns jetzt trennen würden?

00:04:01: Was zum Glück nicht ansteht aber dass wäre auf jeden Fall meine größte Sorge da irgendwas kaputt zu machen.

00:04:08: Und weil man sich auch gar nicht vorstellen mag... Nicht mehr so im Alltag mit seinem Kind die ganze Zeit zusammen zu sein.

00:04:16: Also dieses sich zu überlegen, wie geht es dann eigentlich?

00:04:19: Das ist so schmerzlich für Eltern.

00:04:21: Ich sag bewusst Eltern, Mütter und Väter.

00:04:26: Ja, das ist keine schöne Vorstellung.

00:04:29: Aber dass das doch erst mal eine super Basis ist.

00:04:30: wenn du sagst, die Eltern haben überwiegend diese Sorgen und machen sich Gedanken und kommen dann zu dir und wollen gerne wissen, wie kriegen wir das hin ohne unsere Kinder kaputt zu

00:04:40: machen.

00:04:42: Und was sagst du denn?

00:04:44: Ja, das ist nicht so einfach.

00:04:46: Das denke ich mir!

00:04:49: Also ja ein zentraler Punkt ist ja dass Kinder auf jeden Fall vermittelt bekommen die Trennung hat nichts mit dir zu tun.

00:04:56: du bist nicht dran schuld wir kommen nicht mehr miteinander klar aber wir wollen beide Mama und Papa für dich sein und es werden wir auch machen auch wenn wir nicht mehr zusammen leben.

00:05:07: da steht zentrale Botschaft

00:05:10: Daran wird sich nichts ändern.

00:05:11: Nein

00:05:12: Ich glaube Den Kindern wird hier wirklich der Boden unter den Füßen weggezogen.

00:05:15: Da bricht ganz viel Sicherheit weg, ganz viel vielleicht auch Vertrauen wenn man denkt was kann ich noch vertrauen?

00:05:23: Wenn es meine Eltern nicht mehr gibt als Paar und da ist es sicher extrem wichtig so eine Sicherheit wieder zurückzugeben und zu sagen das tasten wir nicht an.

00:05:35: Und es ist schon ne richtige Herausforderung wenn man bedenkt dass ja die Trennung ist eine heftige Krise.

00:05:44: Meistens ist ja nicht so, dass beide gleichzeitig den Wunsch haben sich zu trennen.

00:05:50: Oft ist einer derjenige, der den Schritt tut und der andere steht vor einer Tatsache die er so nicht wollte oder sie nicht wollte fühlt sich verlassen, fühlt es sich gekränkt usw.

00:06:02: Es zieht ihm auch den Boden unter den Füßen weg oder eher?

00:06:06: Das ist echt eine richtige Krise!

00:06:09: Und jetzt bin ich selber mit mir beschäftigt und habe aber eine Riesenverantwortung für meine Kinder.

00:06:16: Das ist echt schwierig, ja?

00:06:20: Ja klar, weil ihr selber den Halt

00:06:22: und soll

00:06:22: aber gleichzeitig meinen Kindern weitergeben, denen ich vielleicht selbst überhaupt nicht spüre.

00:06:27: Und das ist schon bei mir also ein Punkt auf den ich achte zu schauen wie geht es eigentlich demjenigen der vor mir sitzt.

00:06:33: Also gehe ich mal davon aus dass ich nur einer kommt zu mir und sagt, ich mag meine Ehe zerbricht.

00:06:39: Und der hat vor auszuziehen oder so ... Dann schaue ich schon auch was kann sie oder er tun, dass es ihr erst mal besser geht?

00:06:50: Dass sie Kraft hat für das, was alles jetzt kommt.

00:06:53: Mhm.

00:06:54: Die Sauerstoffmaske erst mal sich selbst aufsitzen.

00:06:56: Ja!

00:06:57: Und dann natürlich die Kinder schon im Blick zu haben ist ganz wichtig ja.

00:07:02: Eine Sache isch Kindern gibt Sicherheit wenn der normale Tagesablauf bestehen bleibt.

00:07:10: Das gibt totales Sicherheit, wir stehen morgens auf und gehen in den Kindergarten oder in die Schule alles ganz normal.

00:07:18: Wir kommen nach Hause und das haben Hausaufgaben gemacht.

00:07:20: also möglichst wenig Veränderungen im Alltag zu machen, gibt schon Sicherheit.

00:07:25: Und das gibt auch den Elternsicherheit weil sie wissen es muss ich machen.

00:07:32: Ja, ich kann jetzt nicht mich ganz den Gefühlen hingeben.

00:07:37: Sondern ich muss schon gucken, dass meine Kinder ihren Alltag bestehen.

00:07:41: Es gibt beiden Zeiten sich halt ... Ich hab eigentlich auch immer so den Eindruck unter die Woche geht Matthias besser.

00:07:50: Also sage ich keine Ferienzeiten, kein Wochenendes, sondern da ist ja mit Kindern das Leben gefüllt unter der Woche.

00:07:58: Da kommt gar nichts nachdenken?

00:07:59: Man weiß was zu tun ist und ... Und das machen sie auch weiterhin so.

00:08:04: Schauen Sie, wie Sie es hinbekommen?

00:08:06: Oder gucken Sie, wo Sie da Unterstützung kriegen, wenn Sie's grad nicht hinkriegen.

00:08:10: Aber meistens kriegen die Eltern hin.

00:08:13: Das kennen wir ja sicher alle.

00:08:14: Wenn man dann mal Zeit hat zum Nachdenken und es ruhig wird, geht das Kopfkino los und fängt der Kopf an zu rattern.

00:08:20: Dann kommen die Gedanken und Ängste und Sorgen.

00:08:24: Dass das dann ... Ja, das passiert in einer Wochenende.

00:08:25: Das kann ich nachvollziehen.

00:08:26: Und das ist die Familienzeit.

00:08:29: Da fällt auf, wenn der andere nicht da ist.

00:08:33: Da fällt off, dass wir nicht komplett

00:08:35: sind.".

00:08:38: Vom Kindergarten holt man sie nicht gemeinsam ab?

00:08:39: Das macht eh einer!

00:08:43: Jetzt soll unser Thema heute die Kommunikation sein.

00:08:47: Das ist ja schon wieder so ein Widerspruch in sich, wenn ich mich in der Trennung befinde oder wenn ich beschlossen habe, das wir uns trennen müssen ... Dann hat das ja auch ganz viel wahrscheinlich mit einem Zusammenbruch von Kommunikation, von der gemeinsamen Ebene.

00:09:02: Von einem gemeinsamen Bild... ...von der Zukunft!

00:09:06: Von einer gemeinsamen Sicht auf die Dinge zu tun.

00:09:09: Das heißt,... ...das Thema Kommunikations ist dann ja wahrscheinlich eh schon mal gestört.

00:09:14: Dann kommt es zur Trennung und wie du gerade gesagt hast, ist es oft nur ein Partner, der da aktiv der Trennung entgegen wirkt.

00:09:22: Oftmals gehen.. ..der Trenning heftige Konflikte voraus und ziehen sich dann über die Trennung fort.

00:09:28: Oder es kommt noch mehr dazu mit Scheidung, dem Streit um Geld, den Streit Um die Kinder usw.

00:09:35: Und vielleicht entwickelt man wirklich auch richtige Hassgefühle dem Ex-Partner gegenüber und soll jetzt aber gemeinsam Dinge auf die Reihe kriegen vor allem die Kinder betreffend und soll da trotzdem weiterhin gemeinsam Eltern sein?

00:09:52: Wie soll das überhaupt gehen?

00:09:54: Ja, das ist echt eine große Herausforderung.

00:09:59: Das stelle ich mir als die größte vor diesen Widerspruch auszuhalten und ...

00:10:06: Weißt du Floh?

00:10:07: So ne Trennung dieser Prozess der letztendlich dann so entgültigen Trennungen führt.

00:10:16: Der verläuft ja nicht so linear sondern es sind Welle.

00:10:22: Man kämpft ja lange um die Beziehung.

00:10:26: Dann ... in der Zeit lässt man Hassgefühle nicht zu.

00:10:30: Und wenig Aggression, weil man strengt sich an!

00:10:33: Man will's retten.

00:10:34: Auch der Kinderwegen?

00:10:35: Ja und dann mag man, das geht gar nicht, es funktioniert nicht.

00:10:40: Und dann kommen diese heftigen Gefühle, die irgendwie auch zur Retrennung hören.

00:10:46: Das ist ... ja, Hass würde ich jetzt noch sagen, aber so eine Aggression und Trauer.

00:10:51: Mhm.

00:10:53: Und das isch eigentlich bei allen.

00:10:55: Weil alle wollten eine heile Familie für die Kinder.

00:11:00: Nur zeigen, zeigt man's nicht gleichzeitig.

00:11:06: Jetzt ist halt die Kunst, sag ich mal so, die Zeiten in denen diese Gefühle nicht so stark sind über die Dinge zu reden ... sich zu verabreden, ja?

00:11:18: Zu sagen, halt soll es mir wirklich darum gehen, Ideen auszutauschen.

00:11:21: wie können wir das gut für die kinder machen und damit rechnen, dass der andere vielleicht heute nicht kann.

00:11:29: Also genau zu gucken, wann können wir denn beide?

00:11:32: Man schaffen wir das!

00:11:34: Okay ja, dann sind wir erstmal gleichzeitig an einem Punkt mit uns selbst, dass wir das zulassen können

00:11:39: oder dass die Gefühle so weit unter Kontrolle haben.

00:11:42: Die sind ja immer da mal bloß nicht immer im Vordergrund.

00:11:47: Ja klar man hat gute und schlechte Tage und ist mal vulnerabler und mal weniger.

00:11:52: Und sich zuzugestehen Wir kommen vielleicht heute nicht zu einer Lösung, aber wir haben mal was ausgetauscht.

00:11:59: Also ein bisschen Zeitdruck rausnehmen.

00:12:03: Nichts verzwingen wollen?

00:12:04: Ja nichts erzwingen wollen!

00:12:06: Dem anderen die Möglichkeit gäbe jetzt mal dann drüber nachzudenken, was ich gesagt habe und auch selber das zu hören, was mir mein Gegenüber sagt, was ihm wichtig ist oder ihr wichtig ist für die Zukunft.

00:12:20: Es gibt ja dieses Kommunikationsmodell dass sich jetzt nicht zusammenkriegt dass jede Nachricht die Appellebene, die Informationsebene, Gefühlebene usw.

00:12:30: Aber im Grunde sagt das ja einfach mit allem was man sagt eben nicht nur die Informationen transportiert sondern auch ... Was so dahinter steht und die ganze Beziehung zu einem.

00:12:40: Das muss in so einer Trennung sich noch mal verhundertfachen.

00:12:46: in der Schwierigkeit Dass wenn ich jetzt sage Da und da sollen die Kinder besser bei mir sein dass der andere Partner oder die Partnerin dann nicht hört, sie sollen nicht bei dir sein.

00:12:56: Ja

00:12:56: genau!

00:12:58: Oder auch nicht hört... Ich mach's besser wie du.

00:13:00: Genau.

00:13:04: Weil das ist schon was, was mir einfach auch immer begegnet.

00:13:06: Also sitzen hier meistens zwei Verletzte vor mir.

00:13:10: Zwei gekränkte.

00:13:13: Das führt ja eigentlich zur Untertrennung, dass ich mich an irgendeiner Stelle nicht verstanden gefühlt habe oder verletzt wurde und diese Verletzung nicht miteinander bearbeitet worden konnte.

00:13:24: Und dann gibt's aber einen ganz großen Wunsch, als Mutter oder als Vater nicht noch mal verletzt zu werden.

00:13:32: Ganz oft sind so die ... der Wunsche nach Anerkennung.

00:13:35: Nach Anerkernung, dass ich auch was Gutes gemacht habe in der gemeinsamen Zeit.

00:13:39: Ja?

00:13:40: Dass ich, auch wenn ich kein guter Partner war ein guter Vater für meine Kinder bin oder sein will.

00:13:51: und das wird ja oft vermischt.

00:13:56: Das ist ja immer so, wenn wir dann so sagen in der Terrorietrennung paar Ebene und Elternebene.

00:14:01: Boah das ist heftig!

00:14:03: Das geht nicht zu einfach.

00:14:07: Ja, wenn das ginge werden, das isolieren könnte voneinander, dann hätte man ja auch kein Problem.

00:14:10: Dann könnte man ganz entspannt Eltern sein und den Schalter wieder umlegen und dann wieder trauern und hütend sein und verletzt.

00:14:19: aber das ist alles gleichzeitig.

00:14:23: Es gibt aber viele, die es hinkriegen.

00:14:24: Das muss man echt dazu sagen.

00:14:27: Bei mir auch mir begegnen die ... Aber ich muss ja immer sagen, dass sie zu uns in eine Beratung kommen.

00:14:34: Manchmal ja eusch nach Gericht.

00:14:37: Das ist nur ein kleiner Teil von denen.

00:14:40: Es gibt einfach sehr viele Eltern, die sich trennen.

00:14:43: Ja leider.

00:14:46: Und sicher bekommst du eher die zu sehen bei denen's ne Mischung ist aus... wollen aber nicht können.

00:14:53: Ja, ja ich glaube es ist gut wenn Dinge besprochen werden sollen wegen den Kindern das man sich auch überlegt wo man sich trifft.

00:15:05: Neutraler Boden

00:15:06: und neutraler Boden.

00:15:10: Wichtig ohne Kinder.

00:15:12: ganz wichtig weil Kinder schnappen oft kleine Dinge auf die gar nicht so gemeint sind und sie sollten wirklich ganz draußen bleiben.

00:15:22: Die sind ja auch Teil der Kommunikation.

00:15:25: Also da stellt sich ja auch die Frage ganz unabhängig davon, dass ich Dinge mit meinem Partner, meiner Partnerin organisieren muss.

00:15:32: Muss ich ja auch mit meinen Kindern kommunizieren und da geht die Schwierigkeit ja direkt weiter.

00:15:37: Und die kommunizierten auch was?

00:15:38: Ja,

00:15:39: richtig!

00:15:41: Und wann erzähle ich was und wie?

00:15:45: Und wie gehe ich damit um, was die Kinder mir erzählen vom anderen?

00:15:49: Das ist auch oft ein Thema bei uns in der Beratung

00:15:55: dass da auch dann immer die Angst im Raum steht, der, ich sag mal schlechtere Partner zu sein.

00:16:00: Der bei dem sich die Kinder weniger wohlfühlen, der nicht so gut ist.

00:16:05: oder was sind da die Gedanken?

00:16:06: Oder was kommt da auf für Emotionen?

00:16:08: Naja es gibt ja auch ... Saugt der andere wirklich gut für meine Kinder wenn er dort isch.

00:16:17: Also das sind die Themen mit denen ich konfrontiert bin Kontakten beim einem Elternteil von Erlebnissen berichten, die dann das Hauge bereiten.

00:16:29: Da gab es nichts zu essen!

00:16:31: Wir haben nur Fernseher geschaut oder ... Dinge, die jetzt im gemeinsamen Zusammenleben nicht gingen gehen auf einmal und dann ist das Thema schon wieder konflikt.

00:16:43: Ja?

00:16:45: Das ist richtig schwierig.

00:16:47: Und es ist nicht so dass Kinder wie soll ich sagen... dass man das immer so eins zu eins übernehmen kann, was die Kinder einen berichten nach Sommerumgang.

00:16:56: Kann ich mir vorstellen?

00:16:57: Es gab nichts zu essen heißt vielleicht auch einfach nur, es gab Gemüse.

00:16:59: Ja

00:17:00: genau nicht das, was ich wollte.

00:17:02: Bitte mach du mehr jetzt, was Ich würde.

00:17:06: Ja ich stelle mir auf vor, dass das Bedürfnis die Kinder auszufragen dann auch groß ist, sodass man wissen möchte Was sagt der Papa-Die-Mama was macht ihr wie geht's ihm ihr?

00:17:19: Und davon rad ich echt dringend ab.

00:17:23: Das ist was, wo man sich kontrollieren muss und sagen muss das gehört jetzt zur Trennung?

00:17:28: Ich muss drauf vertrauen dass es meinen Kindern dort gut geht.

00:17:32: Ich muss das nicht alles wissen!

00:17:35: Und das Kind soll da wirklich nicht in so eine Situation kommen, dass es ausgefragt wird.

00:17:42: Es spürt sofort, dass da so ne Art Misstrauen auch isch.

00:17:48: Manche Kinder erzählen von alleine Das gibt's auch.

00:17:51: Und dann muss man auf sich achten, kann ich jetzt ohne ... Also was von Gefühlen entstehen bei mir, wenn mein Kind so viel erzählt?

00:17:59: Eben zum Beispiel vielleicht auch von neuen Partnern oder neuem Partnern.

00:18:04: Dann darf man auch auf sich also achten und dann auch sagen du das Kind ablenken und sagen, weißt du, das will ich heute gar nicht genau wissen.

00:18:11: Komm wir machen was anderes, hey!

00:18:13: Das Kind testet ein bisschen.

00:18:14: wie reagiert ich jetzt da drauf.

00:18:18: Und es ist günstig, das abzubrechen Und die eigene Neugier, also so im Zaun zu halten.

00:18:24: Weil es hilft nicht ... Es hilft nicht um die Trennung zu verarbeiten.

00:18:30: Trennung heißt loslassen.

00:18:33: Heißt Loslassen und sag Ja, meine Kinder haben Mama und Papa.

00:18:38: Also haben mich und den anderen.

00:18:41: Der andere will das auch gut mit meinen Kindern.

00:18:43: Er macht's ganz anders schwierig.

00:18:51: Vielleicht war ja sogar die Kindererziehung eines der großen Streitthemen.

00:18:55: Ja, das ist oft der Fall.

00:18:57: Und wenn Kinder das mitbekommen haben ... dann entwickeln sie manchmal das Bild und denken, Sie sind schuld dran, dass die Eltern sich getrennt haben.

00:19:07: Aber das stimmt ja so nicht!

00:19:09: Das ist ganz wichtig den Kindern auch noch mal deutlich zu machen.

00:19:12: Es hat nichts mit euch zu tun.

00:19:14: Wir haben unterschiedliche Vorstellungen, wie's Leben aussehen soll.

00:19:20: Klar liegt ihr nach.

00:19:20: Sie streiten über mich?

00:19:22: Genau.

00:19:22: Das

00:19:22: kriegen die Kinder bestimmt auch mit.

00:19:25: Dass die Thema das Streit sind.

00:19:27: Da liegt der Schluss nahe, dass man dann auch Schuld an der Trennung ist?

00:19:29: Ja

00:19:29: genau und wir haben das vorher nicht gemerkt.

00:19:33: Wir haben gedacht also wir haben gedacht wir schaffen das miteinander aber es hat sich anders entwickelt

00:19:40: Und das hat nichts mit dir zu tun Das

00:19:41: hat nichts damit zu tun ja

00:19:44: und dann das Vertrauen was man vorher in der Beziehung schon nicht gehabt hat aufzubringen zu sagen Der die macht das schon richtig

00:19:56: Das ist richtig schwierig.

00:19:58: Oder vielleicht das Vertrauen nicht zu haben und sich trotzdem zusammenzureißen?

00:20:01: Ja,

00:20:02: oder eine Skepsis zu haben.

00:20:04: Dann muss man so ... Also, so ne Skepsi zu haben, äh, das bleibt vielleicht.

00:20:12: Aber natürlich sag ich jetzt mal so... Das ist auch schwierig, aber zu sagen, ich hab mir diesen Mann oder diese Frau ja mal rausgesucht.

00:20:18: Ich wollte mit ihr oder mit ihm ein Kind haben.

00:20:22: Und da waren Eigenschaften, die haben mich fasziniert!

00:20:26: Und die bringt ja auch ein als Vater oder als Mutter.

00:20:29: Mein Kind hat das ja auch, mein Kind hat auch beide Seiten!

00:20:32: Also wenn das jemand schafft dann ist er natürlich schon weit.

00:20:35: Dann ist es eine gute Voraussetzung um das hinzubekommen diesen Sparkar zwischen Ich muss mich trennen weil wir nicht zusammen passen und ich glaube aber Wir sind naja Beide Eltern nebeneinander.

00:20:51: Nicht mehr miteinander vielleicht sondern nebeneinander

00:20:55: Ja und gehen aber weiterhin grob in die selbe Richtung.

00:20:58: Ja, genau!

00:21:01: Es gibt viele, die es auch miteinander noch können, haben ich jetzt nicht erwähnt?

00:21:04: Das gibt's wirklich.

00:21:05: Ja bestimmt.

00:21:07: Die sich wirklich auf gemeinsame Erziehungsziele und Haltungen einigen können... Ich meine das weißt du.

00:21:16: ja heute gibt es viel mehr Modelle wie man das macht nach einer Trennung wenn ich denke vor über zwanzig Jahren da war er Hauptsächlich, dass der Vater jedes zweite Wohnhände seine Kinder gehabt hat.

00:21:26: Aber wir haben jetzt sehr viele Eltern, die das Wechselmodell leben.

00:21:32: Nicht immer fünfzig-fünfzig sondern vielleicht sechzigundvierzig Prozent.

00:21:35: aber die Väter wollen im Alltag eine Rolle spielen ihrer Kinder.

00:21:41: Das ist echt schön!

00:21:42: Ja?

00:21:43: Das ist schon mal gut zu hören ja.

00:21:45: Ja es verändert viel und die schaffen das auch.

00:21:48: oft sage ich jetzt mal so gemeinsam was zu entwickeln.

00:21:53: Also gemeinsam heißt, wir entscheiden wirklich wo geht das Kind in welche Schule?

00:21:59: Wie machen wir es mit den Hausaufgaben?

00:22:02: oder welche Freizeitaktivitäten macht das Kind am Mittag.

00:22:04: Dass es da eine Absprache gibt und ich find's optimal wenn zum Beispiel das so geht hey du bist doch der Sportliche dann kann doch das Kind mit dir Fußball machen und bei mir macht was anderes.

00:22:15: ja eben ich lege auf was anderes wert.

00:22:18: Das ist natürlich der Idealfall.

00:22:19: Ja

00:22:19: das ist der Idealfall

00:22:21: Und es gibt Das

00:22:22: gibt's wirklich.

00:22:25: Und wenn es halt nicht geht, dann braucht man die Fähigkeit das zu akzeptieren, dass es bei mir so läuft und beim Ex

00:22:32: anders.

00:22:32: Genau!

00:22:33: Und dass beides aber dem Kind nicht schadet sondern dass Beides okaye Wege sind und man sich halt nicht einig wird.

00:22:40: Ja genau.

00:22:42: Und es eben nach der Trennung besser geht wie zusammen immer zu streiten wer hat jetzt mehr Einfluss auf das Kind?

00:22:51: Sondern zu sagen ok das Kind Beide Welten.

00:22:56: Ja, vielleicht kann das auch möglich sein da auch was Positives in der neuen Situation zu sehen dass ja auch diese ständigen Konflikte vielleicht jetzt einfach nicht mehr jeden Tag passieren müssen und man da wieder ein bisschen Frieden reinbekommen kann und...

00:23:10: Das berichten Eltern?

00:23:12: Ja wirklich!

00:23:13: Dass es dann irgendwann besser ist.

00:23:17: ich kann mit meinem Kind jetzt ohne dem skeptischen Blick des anderen umgehen Ich kann das so machen, wie ich es will.

00:23:26: Und der André auch oder Kinderberichten auch ... Ja, Mama ist viel entspannter.

00:23:34: Die streiten gar nicht mehr.

00:23:35: Das wäre ja das Ziel!

00:23:37: Also Trennung sollte das Ziel haben, dass es keinen Streit mehr gibt.

00:23:42: Dass man sich soweit voneinander entfernt, wie man muss um den Frieden bewahren zu können?

00:23:47: Genau.

00:23:49: Da ist es für Kinder gut bewältigbar.

00:23:55: Was machst du jetzt wenn die Kommunikation im ersten Moment wirklich mal komplett zusammengebrochen ist.

00:24:01: Man hat einfach keine gemeinsame Basis mehr, man kann sich nicht mehr über die Farbe der Tomate einig werden.

00:24:08: Dann muss man erst einmal auseinander... Wie findet man da dann wieder den Einstieg?

00:24:17: Ich glaube es ist gut wenn jeder in dieser Situation erstmal für sich den Raum hat seine Sorgen und seine Punkte zu besprechen.

00:24:33: Und das Gefühl bekommt, ja da steht mich jemand um dann den Blick wieder zu haben, ja das ist so.

00:24:43: aber es gibt noch was anderes.

00:24:44: du bist auch Vater und da ist jetzt der nächste Punkt angesagt dem Verstand einzustellen halten die vernunft?

00:24:55: Ja, da ist's.

00:24:57: Was ist wichtig für mein Kind?

00:24:58: Wenn man sie dann fragt, wissen die das auch, was ist wichtig?

00:25:03: Kinder ... wie du vorher gesagt hast, für die Kinder ist es totales Chaos.

00:25:07: Wie gehts weiter?

00:25:08: Also müssen Eltern bald den Kindern sagen, wenn Sie sagen, sie trennen sich, müssen sie auch schon sagen können, du siehst Papa dann und dann oder wir machen das so-und-so.

00:25:19: Du läbst drei Tage beim Papa und vier bei mir oder so, also schon eine ... Idee, wie es weitergeht.

00:25:26: Die muss schon kommuniziert werden in dem Moment wo wir sagen wir trennen und sonst weiß das Kind gar nichts.

00:25:34: Den Plan ist man den Kindern schuldig?

00:25:35: Ja

00:25:36: genau oder wir machen das jetzt erst mal so zum Beispiel, man kann auch mehr zum Beispiel dann sagen also mir fällt eben gerade eine Situation ein.

00:25:45: Die Eltern, finde ich verantwortlich gehandelt haben und haben gesagt jetzt ist es exklusiv zwischen uns.

00:25:51: Es muss einer gehen und zunächst eine Ferienwohnung angemietet würde.

00:25:56: Und klar war am Wochenende sieht dann die Mutter oder die Kinder zum Beispiel.

00:26:04: Und zu sagen das ist erstmal vorübergehend so machen wir's jetzt weil wir wollen nicht streiten

00:26:10: Wir brauchen erstens die Trennung und zweitens die Klarheit über die Situation Und dann kann man hier weitersehen.

00:26:16: Genau, also wie ich gesagt habe... Also wenn ich erstmal selber sortieren kann das ist eigentlich mit mir los was sind denn meine Punkte?

00:26:26: Was macht mir denn so groß Sorgen?

00:26:28: Das ist mein Einzelgespräch natürlich am besten möglich.

00:26:32: Ja, dass wäre der Punkt an dem man alleine zu dir kommt.

00:26:36: Gleichzeitig hab' ich aber immer den Blick in dieser Beratung, wir nennen es Trennungsberatungen drauf Wie kommen ja wieder in diese Eltern-Ebene Und dann wird dieses gemeinsam besprechen.

00:26:50: Aber da ganz strukturiert, das ist wichtig in solchen Situationen.

00:26:57: Einen Schutz vor den Vorwürfen und Kränkungen, dass die in dem Raum erst mal zur Seite gestellt werden?

00:27:07: Da stelle ich mir deine Arbeit extrem wertvoll vor.

00:27:10: Da jemandem wie dich zu haben als Schiedsrichter, den man einfach ... Ja okay.

00:27:15: Das will nicht

00:27:16: eigentlich sein!

00:27:18: Das will ich nicht

00:27:18: sein.

00:27:20: Ich bin ja auch Mediatorin, also Mediatoren heißt ... Also diese mediative Haltung heißt der Sie haben beide Gründe warum sie sich so verhalten und deswegen werde ich nicht für eine Seite mich positionieren.

00:27:35: Verstehst du wie ich das meine?

00:27:37: Also ich bin kein Schiedsrichter!

00:27:39: Ich achte darauf dass bestimmte Gesprächsregeln eingehalten werden.

00:27:45: So hatte ich jetzt den Schiedsrichter verstanden, dass eine Person die auf die Einhaltung der Regeln achtet.

00:27:50: Stimmt!

00:27:51: Ich habe an dem Richter hängen geblieben und das bin ich nicht.

00:27:55: Ja natürlich du trittst keinen Urteil?

00:27:58: Ich

00:27:58: bin kein Richter und kein Anwalt.

00:28:00: Und das ist vielleicht auch das Schwierige an diesen Einzelgesprächen.

00:28:04: nur, dass du das auch verstehst.

00:28:06: alles was ja mit Trennung und Scheidung zu tun hat er immer gleich mit Recht und Anwalt zu tun.

00:28:12: Ich will jemand, der mir hilft, meine Recht

00:28:14: durchzusetzen.".

00:28:16: Und ich als Beraterin bin gar nicht auf der rechtlichen Seite.

00:28:19: Ja?

00:28:20: Ich kann niemand zu seinem Recht verhelfen.

00:28:23: Das mache ich nicht.

00:28:25: Sondern ich versuche die Eltern in Kontakt zu bringen.

00:28:28: Damit sie es schaffen miteinander.

00:28:31: Und diese Rolle muss den Eltern natürlich auch klar sein... ...dass es da nicht um die eigenen Bedürfnisse geht oder um die Ansprüche sondern darum geht einen Raum zu schaffen, in dem man eine Basis finden kann eben gerade auch mit Blick auf die Kinder.

00:28:45: Ja es geht schon auch um eigene Bedürfnisse.

00:28:50: also die dahinter liegenden Bedürfenisse spielen schon eine Rolle ja?

00:28:55: Also Bedürftnis nach Nähe mit meinem Kind zum Beispiel ist ja auch ein ganz starkes Bedurfnis.

00:29:00: das darf schon eine Role spielen.

00:29:02: Es geht darum ich darf mich äußern Und der andere darf sich auch äußern und das Ziel wäre, voneinander zu hören und zu verstehen was eigentlich jeweils der Andere will.

00:29:14: Und dann gemeinsam zu suchen gibt es eine Lösung wo wir beide damit klarkommen.

00:29:20: Das gibt's oft.

00:29:23: Oft?

00:29:24: Ja!

00:29:27: Ich stecke jetzt gerade richtig drin in dieser Rolle.

00:29:29: ich habe das Gefühl ich müsste mich selber trennen.

00:29:31: Echt?

00:29:32: Nein Quatsch.

00:29:33: also ich spüre das grad voll nach wie wahnsinnig schwierig das sein kann dass das hinzubekommen, diese eigenen Emotionen zurückzustellen und die Vernunft nach vorne zu holen.

00:29:45: Der da ist wie du es gesagt hast aber der halt auch oft sehr leise ist und sehr viel weniger im Vordergrund als die lauten intensiven Gefühle die man hat.

00:29:55: Das wäre gebraucht zum Raum wo die Gefühlen ja ausseihen dürfen.

00:30:00: Das sind natürlich gute Freunde sehr wertvolle Freunde die nicht sag ich mal mitmachen beim Hetzen mehr, sag ich mal.

00:30:10: Also Familie ist manchmal schwierig.

00:30:12: Okay?

00:30:13: Weil die dann schon zu arg drin sind.

00:30:15: Sag ich mal das ist oft schwierig aber gute Freunde dem demjenigen auch mal sagen hey Vorsicht du schadest dir selber wenn Du diesen gefühl zur arg nach gibst.

00:30:28: Aber du hast natürlich recht man muss das schon rauslassen können Man kann es nicht man kann es denn vielleicht trennen

00:30:34: Ja

00:30:34: aber man kann's nicht wegstecken

00:30:35: nein

00:30:37: irgendwo muss es hin

00:30:37: ja

00:30:39: Aber es gehört eben nicht in dieses Gespräch mit dem Ex-Partner, wenn's drum geht.

00:30:42: Wo sind die Kinder dieses Wochenende?

00:30:46: Am Rande darf es schon groß kommen, sag ich mal.

00:30:49: Wir achten darauf ... Das braucht ja jeder einen gewissen Schutz, dass sich hier nicht zu arg angegriffen werde und das wir wieder den Schlenker finden so dem, was gehts eigentlich.

00:31:02: Nicht um die alten Geschichten sondern um etwas Neues.

00:31:06: Und entweder ich bekomme das hin mit meinem Partner, dass man sich gegenseitig dran erinnert oder dass das Gespür hat und auch dann in der Lage ist, die Richtung zu wechseln im Gespräch oder es gibt eben dich und Menschen wie dich, die da helfen können.

00:31:19: Ja?

00:31:20: Genau!

00:31:23: Die dann eben auch... Wie wir dann auch manchmal sagen ich glaube, das ist jetzt so schwierig für sie Es geht noch nicht Manche Sachen gehen noch nicht, es braucht noch Zeit

00:31:34: Auch wichtig zu erkennen und zu wissen Ich würde das jetzt gerne klären, aber es geht halt nicht.

00:31:39: Weil ich dazu emotional nicht in der Lage bin oder mein Partner.

00:31:43: Ja,

00:31:43: weil zum Beispiel die existenziellen Fragen nicht geklärt sind.

00:31:47: Es ist nun mal so, Trennung ist immer ein finanzieller Abstieg.

00:31:52: Und bis das geklärrt ist, das ist halt auch... Ne, da kommen noch dazu!

00:31:57: Das macht einem Aussorge

00:31:59: und über Geld reden kann in den besten Momenten schwierig sein und

00:32:02: daher schreift.

00:32:06: Ganz schön viel zu tun hat man da.

00:32:09: Und das ist halt

00:32:10: emotionale Arbeit?

00:32:11: Ja, es ist manchmal so unberechenbar.

00:32:15: So wie's Leben eben auch und wie's auch für die Menschen dann auch, dass manchmal nochmal ein Holperstein dazwischenkommt.

00:32:22: mit dem hat man gar nicht gerechnet.

00:32:26: Es ist ja auch eine höchst bewegliche Situation.

00:32:30: Es is'n totaler Umbruch.

00:32:32: Keiner weiß, wie sich die Sache entwickelt wo man dann am Ende an einem stabilen Punkt ankommen kann.

00:32:40: Und man hat's mit zwei verletzten, gekränkten Personen in der Krise zu tun.

00:32:45: Ja und die müssen für sich wieder ihr Lebensmodell aufhinden.

00:32:50: Wieder eine neue Perspektive haben für sich.

00:32:53: Das ist halt auch das Schwierige, dass es sehr ungleich ist.

00:32:56: Einer kann das ganz schnell haben und sich ganz schnell viel besser fühlen als der andere.

00:33:03: Und da, das ist auch immer so meine Botschaft tun sie was für sich.

00:33:08: Ihre Kinder wollen, dass es ihnen gut geht.

00:33:11: Kinder machen sich Sorgen wenn Eltern ... Ja die Mauten haben ganz feine Antennen und Wenn Sie Kinder freie Zeit haben, machen sie etwas für sich.

00:33:23: Das ist ja der kleine Vorteil einer Trennung das es auch mal eine kinderfreie zeit gibt.

00:33:30: Am Anfang ist das schwierig, weil ich vermisse mein Kind und ich habe einen Wochenende ohne Kind.

00:33:34: Kann nicht mehr gar nicht vorstellen.

00:33:36: Aber da stand die Aufgabe so jetzt guck mal was macht ihr eigentlich Spaß?

00:33:41: Was hast du jetzt lange nicht gemacht?

00:33:44: Das gibt Kraft.

00:33:46: Und es ist auch niemanden geholfen wenn man sich beim Versuch alles richtig zu machen selbst verliert und aufgibt und aufopfert...

00:33:52: Ist gar nicht

00:33:53: gut!

00:33:53: ...und dann am Ende gar nicht in der Lage ist für die Kinder da zu sein.

00:33:58: in unserem kurzen Vorgespräch gesagt, du möchtest unbedingt das heute rüberkommt.

00:34:03: Dass sich die Eltern nicht überfordern und übernehmen sollen?

00:34:07: Das gehört ja auch dazu, dass man die eigenen Grenzen erkennt und akzeptiert und auch zulässt zu sagen, dass es jetzt nicht zu lösen ist.

00:34:18: Wir müssen schauen, dass uns weiterhin gut geht und der Sache Zeit geben und dran glauben, dass mit ein bisschen mehr Abstand, mit etwas mehr Stabilität ... die Antworten dann schon geben wird.

00:34:29: Ja, und ... Gefühle gehören zu uns?

00:34:33: Also wir müssen unseren Kindern auch nicht vormachen, dass wir immer gut raus sind.

00:34:36: Das hab ich vorher nicht gemeint, gell?

00:34:38: Sondern Traurigkeit, also die Kinder werden traurig sein und töten sein manchmal.

00:34:45: Es gehört dazu, und wir sind's auch manchmal.

00:34:49: Darf uns auch zeigen!

00:34:50: Nur dürfen wir uns nicht diesen Gefühl ganz hingeben.

00:34:53: Das ist der Unterschied.

00:34:55: Wir sind erwachsen.

00:34:59: Ja, die Wut zu zeigen ist okay.

00:35:02: Gegen den Partner zu wettern vor den Kindern sollte man sich verkneifen.

00:35:06: Weil das Kind lebt den anderen und der andere gehört zur Identität meines Kindes und deswegen muss ich ganz vorsichtig sein was das angeht.

00:35:16: Ich darf nicht das Bild zerstören.

00:35:20: Da hilft es vielleicht sich im Klaren darüber zu sein dass man zur Hälfte auch das eigene Kind kritisiert.

00:35:26: Das wäre

00:35:28: gut.

00:35:30: Das ist ja mein Elternteil.

00:35:32: Da komme ich ja her, wenn du das jetzt so wahnsinnig furchtbar schlimm findest?

00:35:36: Was denkst du denn über mich?

00:35:39: So was läuft unterbewusst ab.

00:35:42: Heute ist ja durch das Digitale kommunizieren manchmal echt gefährlich weil man einfach so los schreibt sage ich mal auch in der Wut.

00:35:55: Das finde ich auch richtig schwierig.

00:35:57: Ich glaube es ist nicht so günstig die Kommunikation nur digital zu machen.

00:36:03: Also, die digitale Kommunikations eher auf die sachlichen Themen zu beschränken wäre gut.

00:36:09: also nur Terminabsprache oder bitte bringen die Tonschuhe mit oder das Badenezeug.

00:36:16: dafür ist es ganz praktisch.

00:36:17: aber sonst wird es so viele Gefahren.

00:36:20: Das kann ich mir vorstellen.

00:36:21: ja also Probleme über ein Chat zu bearbeiten dann stelle ich mir schwierig

00:36:25: vor.

00:36:25: Ja, wenn da kommt ein Nebensatz was rüber oder dann liest der andere was.

00:36:29: das habe ich gar nicht so gemeint.

00:36:31: Du hast ja vorher auch schon mal gesagt mit den Kommunikationen ist eh schwierig.

00:36:35: Was nämlich wahr?

00:36:36: Was ist wirklich die Botschaft vom anderen?

00:36:38: und wenn es noch schriftlich ist an die ganzen Chatvorläufe

00:36:41: usw.,

00:36:43: halte ich für problematisch.

00:36:46: Aber ja, ich weiß nicht ... Das ist ja oft schon so normal.

00:36:54: Man hat ja vorher seine positiven Emotionen auch durch Textnachrichten vermittelt.

00:37:00: Es ist schon ein großer Teil von uns

00:37:02: und es wird so schnell geklickt, das wird oft nicht mehr noch mal durchgelesen.

00:37:07: Ja vielleicht ist da wirklich eine gute Vereinbarung zu sagen der Chat die Plattform ist emotionsfreier Raum und wir halten das bewusst da ganz draußen.

00:37:18: Das Bedürfnis da jetzt Sachen rein zu interpretieren, wenn der Schritt bringt bitte die Tonschule mit.

00:37:22: Dass man versteht vergiss sie nicht schon wieder sondern versucht das wirklich rein auf die Sachebene zu beschränken.

00:37:30: oder ich komm fünf Minuten spät oder solche Dinge.

00:37:32: das ist ja auch manchmal schon schwierig Wenn wenn wenn die Zeiten nicht eingehalten werden.

00:37:36: dafür ist natürlich so eine WhatsApp Nachricht gut oder ich stehe im Stau deswegen verspätig mich aber sonst sonst würde ich das nicht nicht dazu nutzen um Lösungen zu erarbeiten, das ist extrem schwierig.

00:37:52: Telefonieren ist manchmal auch ein Weg, weil manchmal kann man nicht mehr so gut im gleichen Raum sitzen?

00:38:01: Ja mir war gerade die Antwort im Kopf hier.

00:38:03: aber wenn wir uns treffen streiten wir doch nur

00:38:05: ja genau vielleicht

00:38:06: dass das Telefon dann guter Mittelweg.

00:38:09: Auch das muss mal üben.

00:38:11: Dann nochmal so es ist jetzt anders also dem anderen auch Zeit zu lassen, es muss möglich sein zu sagen du dazu kann ich grad nichts sagen.

00:38:22: Das ist für mich neu.

00:38:24: Ich denke aber drüber nach das wären so neue Verlangsamungen sage ich jetzt mal.

00:38:29: eine Verlangsammung von der Kommunikation hilft auch um Konflikte nicht zu verschaufen sondern erstmal ein bisschen Beruhigung reinzubringen.

00:38:41: Ja Dass man sich nicht

00:38:43: verrennt.

00:38:44: Ein Wort, das andere gibt und man dann schon wieder in irgendeinem Streit endet.

00:38:49: Telefonate ... Das ist bei vielen schon so.

00:38:51: was mach ich ja auch.

00:38:53: Man verabredet sich zu Telefonaten, weil man will niemand.

00:38:56: Sag' ich jetzt mal so stören!

00:38:58: Und es ist in diesem Fall besonders wichtig.

00:39:02: Vielleicht eine WhatsApp-Anzugung.

00:39:03: durch Habgesprächsbedarf, vielleicht auch kurzes Thema zu nennen können wir uns zum Telefonat verabreiten.

00:39:12: Ist es wichtig, dass es zu einer Zeit ist, wo keine Kinder mithören können?

00:39:17: Zum Beispiel die Kinder sind schon im Bett oder so.

00:39:20: Dann hab ich auch die Möglichkeit kurz in mich reinzuhören und festzustellen bin ich jetzt gerade in der Lage das Thema zu bearbeiten an mich ranzulassen?

00:39:27: oder sag' ich lieber gleich du sorry lass uns das mal einen anderen Tag machen, das vertritt

00:39:32: zu

00:39:32: nichts.

00:39:32: Genau.

00:39:33: Jetzt sind wir ja nur von den Konflikten ausgegangen.

00:39:36: aber wenn man's uns vorstellt das läuft dann eigentlich gut Die Eckdaten sind alle festgelegt.

00:39:42: Wir haben keine Streitpunkte mehr, dann ist es auch schön ... Man hat so einen regelmäßigen Austausch als Eltern über die Kinder.

00:39:50: Also das ist schön, wenn das klappt!

00:39:51: Wenn man dann

00:39:52: z.B.,

00:39:53: sich sagt ja, alle vier Wochen oder so verabreden wir uns vielleicht zum Telefon hat?

00:40:00: Das jeder mal berichtet was da lebe ich gerade mit meinem Kind.

00:40:03: Ja?

00:40:04: Das ist schön.

00:40:06: Da stelle ich mir super fort, wieder eine Ebene zu haben Abseits der ganzen Konflikte und sich auch wieder darauf besinnen zu können, was das Tolle ist an der Beziehung.

00:40:15: Auch wenn sie zu Ende gegangen ist sind ja diese Menschen bei rausgekommen.

00:40:19: Und wenn wir uns das einfach so vorstellen als wir es sind dann noch bis die volljährig sind.

00:40:24: in der Elternverantwortung kommt ja die Zeit der Poportät und da ist es super gut, wenn Eltern sowas entwickelt haben dass die sich austauschen weil Da kann es echt so sein, dass die Kinder sehr unterschiedliche Dinge bei dem einen zeigen und beim anderen.

00:40:40: Und das kann ja eine Bereicherung sein nicht ein Gegeneinander sondern echt eine Bereicherung.

00:40:45: Dann ist der Papa vielleicht eher zuständig für die Gespräche was gerade so läuft mit den Jungs oder mit den Mädchen die Schule oder für Klamotten.

00:40:57: keine Ahnung, gell?

00:40:59: Ja.

00:40:59: Du weißt du kannst schon ein bisschen vorstellen was das so alles sein kann.

00:41:04: Also ich finde es ist ein extrem zweites Ziel also dass man also dann schafft sich auszutauschen.

00:41:14: Weil das ist ja auch die eine Rolle die keine andere Person ersetzen kann.

00:41:19: Ich kann ne neuen Partnerin haben Freunde und so weiter, aber es gibt eben nur diese beiden Eltern meiner Kinder.

00:41:26: Und wenn man das die Basis behalten kann, dass ist natürlich sehr viel wert.

00:41:29: Ja!

00:41:30: Es gibt viele...und ich habe mir auch nochmals überlegt, ich hab ja jetzt immer mehr Eltern, die selber Trennungskinder sind.

00:41:37: Also sie selber schon Trennungen erlebt haben.

00:41:39: Und den liegt ganz viel dran, es besser zu machen wie ihre Eltern.

00:41:46: Und die kennen auch die Knackpunkte zum Teil.

00:41:49: Ja,

00:41:49: ja.

00:41:51: Es gibt ja auch Zahlen, Trennungskinder, dann häufiger sich selbst trennen leider als Kinder die keine Trennungen erlebt haben ihre Eltern.

00:41:59: Aber vielleicht kann das tatsächlich so ein bisschen ein Vorteil sein oder in die andere Waagschale gehen dass man besser vorbereitet ist und besseres Gespür dafür hat was wichtig ist und was für die Fallstrecke sind?

00:42:14: Ja das kann sein!

00:42:15: Dann bleibt jetzt nur zu hoffen dass wir Menschen die in dieser beschissenen Situation stecken Anders kann man es nicht sagen.

00:42:24: Ein bisschen vielleicht helfen konnten, sensibel dafür zu sein was wichtig ist in dieser Situation dass die Kommunikation aufrechterhalten wird und man gemeinsam den Weg nach vorne weitergehen kann auch wenn man ihn nicht mehr zusammen geht.

00:42:38: Genau.

00:42:39: Susanne vielen Dank!

00:42:40: Ja

00:42:41: danke Schlon.

00:42:41: Das war ein recht schwieriges Thema?

00:42:43: Ja schon finde ich ja auch.

00:42:45: Aber

00:42:46: das ist wohl einfach liegt in der Natur der Sache.

00:42:50: aber ich find's schön damit ihr drückgesprochen so haben und freue mich, dass du da warst.

00:42:54: Danke schön!

00:42:56: Und euch vielen Dank, dass ihr zugehört habt.

00:42:58: Ich hoffe... Ihr bleibt auch bei den nächsten Folgen dabei und ich hoffe wir können mit dieser Staffel ein kleines bisschen Unterstützung sein für alle die durch diese Situation durchmüssen.

00:43:29: Macht's gut!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.